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Nel giardino dei suoni

 

ab Samstag 16.04

Das Porträt des Musikers, Therapeuten und Klangforschers Wolfgang Fasser ist eine Entdeckungsreise in die Grenzgebiete der Kommunikation, ein leiser und berührender Film über die «hörbare Welt», die wir Sehenden normalerweise nicht oder kaum bewusst wahrn
Der Glarner Wolfgang Fasser wurde bereits als Kind damit konfrontiert, dass er in Folge einer Erbkrankheit irgendwann erblinden wird. Mit 22 Jahren trifft ihn dieses Schicksal.

Samstag 16.04. 18:00
Sonntag 17.04. 18:00

Von Nicola Bellucci
Land CH
Jahr 2009
Sprache Dialekt / OV
Untertitel d
Dauer 84 Minuten
Freigabe Ab 12 Jahren

Aber Fasser begreift sich nicht als behindert. Auf dem Weg in die Dunkelheit entdeckt Fasser die Welt der Geräusche, Klänge und Töne, die eine Art Paralleluniversum zu unserer optisch geprägten Realität bildet. Er wird Physiotherapeut und macht Karriere in Zürich.

Bis er realisiert, dass Geld und Luxus nicht alles ist. Er geht nach Afrika und macht aus diesem Aus- einen Einstieg: Er lässt sich 1990 in Italien nieder, in der Provinz Arezzo in der Toskana, schult dort um zum Musiktherapeuten, gründet ein Atelier für musikalische Improvisation und behandelt in einem Bergdorf autistische Kinder mit Tönen und Klängen.

In eindringlichen und poetischen Bildern erzählt der Film die ungewöhnliche Geschichte eines Menschen, der die eigene Lebenserfahrung als Blinder nutzt, um seinen jungen Patienten zu helfen, sich auf die Welt einzulassen und ihre individuellen Möglichkeiten auszuschöpfen.

Film ist vor allem ein Medium der Augen. Dieses Medium zu nutzen, um Welt aus der Perspektive eines Blinden zu erfahren, wirkt wie die Verbindung von Feuer und Wasser. Filmemacher Nicola Bellucci wagt diese kontrastreiche Kombination. Ihm ist ein einfühlsames Porträt eines Menschen gelungen, der seine Blindheit vor allem als Herausforderung nimmt, die Welt anders zu erleben – und so auch Sehenden noch die Augen (und die Ohren) öffnet.

"Ein Film, der die Sinne der Zuschauer fordert und sensibilisiert - und sich damit auf seine eigene, ruhige Weise vordergründigem Heischen nach Publikumsgunst und eitlem Lärm entgegenstemmt." NZZ

Location

Schaan
Liechtenstein
47° 9' 45.828" N, 9° 30' 30.996" E

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